Wie verdienen YouTuber Geld?

Dass YouTuber mit Werbung vor ihren Videos Geld verdienen ist kein Geheimnis, man geht dafür einfach auf https://www.youtube.com/account_monetization, den Link findet ihr in der Videobeschreibung, klickt auf Konto aktivieren, setzt die 3 Häkchen und stimmt der Vereinbarung zu. Danach haben wir nun die Möglichkeit, im Videomanager auf das Dollar-Symbol zu klicken, um die einzelnen Anzeigetypen zu aktivieren. Da wären zum einen die Displayanzeigen neben und die Overlay-Anzeigen im Video sowie Videoanzeigen vor dem eigentlichen Start. Bei Videos über 10 Minuten kann ich zudem auch Werbung an bestimmten Stellen im Video einfügen.

Noch gehen aber alle unsere Einnahmen an Google, also geht es weiter mit dem zweiten Link in der Videobeschreibung, dort erstellen wir uns ein Google-Adsense-Konto oder melden uns mit einem bereits erstellten Adsense-Konto an. Sobald der Verknüpfungsbildschirm wie bei mir im Beispiel aussieht, gehen 55% der Werbeeinnahmen an den YouTuber, auch wenn das bei mir auf adsense.google.com auf den ersten Blick nicht so aussieht, weil überall 0€ steht. Sorgen muss ich mir jedoch keine machen, denn die wirklichen Einnahmen sehe ich ausschließlich unter youtube.com/analytics, etwa 2-3 Tage nachdem das Video hochgeladen wurde. Detailliertere Informationen erhalte ich beim Klick auf den geschätzten Umsatz, dieses Geld wird am Ende wirklich ankommen. Bei den Werbedaten, einen Reiter weiter unten, ist der Betrag höher, weil dort noch nicht die 45% abgezogen wurden, die an YouTube gehen. Gehe ich auf den Anzeigetyp, sehe ich, wie effektiv die einzelnen Werbetypen waren. Im betrachteten Zeitraum habe ich knapp 200.000 Aufrufe mit allen Videos gemacht. 13.000 Mal wurde dabei eine Videoanzeige geschaltet, die nach 5 Sekunden übersprungen werden konnte.

Geld bekommen wir für die Anzeige nur dann, wenn sie mindestens 30 Sekunden angesehen wurde, bei Clips unter 30 Sekunden bis zum Ende. Das haben Zuschauer auch gemacht und so gab es pro 1000 angezeigte Werbespots im Durchschnitt etwa 9€, also 0,9 Cent pro einzelnen Clip. Für die Display-Anzeige gab es im Mittel um die 1,20€ pro 1000 angezeigten Banner, weil auch dort sich Menschen für die Werbung interessiert haben. Teilt man die 120€ auf 200.000 Aufrufe auf, ergibt sich effektiv ein durchschnittlicher Ertrag von knapp 60 Cent pro 1000 Klicks. Das ist aber nicht für jeden YouTuber gleich und auch bei mir schwankt es von 0,40 Cent bei der Weizenfarm XXL und dem Photoshop-Tutorial mit effektiv 1,35€ pro 1000 Aufrufe. Das Photoshop-Tutorial hat deutlich mehr Aufrufe von einem klassischen Computer, die Weizenfarm dagegen mehr Handy- und Tablet-Zugriffe, das sind jedoch nicht die einzigen Faktoren.

Ein 12-Jähriger Zuschauer besitzt z.B. nur ein bisschen Taschengeld, während sich Erwachsene mit ihrem Lohn deutlich mehr leisten können und deshalb auch attraktiver für die Werbekunden sind. Möchte ich als Unternehmen meine Musikinstrumente verkaufen, macht es für mich zudem mehr Sinn, auf einem Musik-Kanal Werbung zu schalten als auf einem Minecraft-Kanal, denn dort ist die Chance höher, dass sich die Zuschauer für meine Ware interessieren und diese schließlich auch kaufen, um die Werbekosten wieder einzuspielen. Generell mögen die Werbekunden soch hochqualitativ produzierten Content wie nur möglich. Auf dieser Seite werden ihnen deshalb von YouTube auch nur die Schokoladenseiten präsentiert und genau diese besten Kanäle der einzelnen Kategorien werden von den Werbekunden auch am liebsten gebucht.

Anfänger, die noch nicht die nötige Erfahrung besitzen, sind weniger beliebt. Damit das Geld auf mein Bankkonto überwiesen wird, kann ich unter dem Zahnrad und Zahlungen ein Bankkonto hinzufügen, sobald sich mehr als 10 Euro auf dem Adsense-Konto angesammelt haben. Es kann sein, dass ihr eine Postkarte von Google bekommt, um eure Adresse zu bestätigen und auch eine kleine Testüberweisung fürs Bankkonto.

Die Kosten dafür übernimmt Google, der gesamte Vorgang ist für euch komplett kostenlos. Habe ich in einem Monat nur 69,99€ verdient, muss ich im nächsten Monat noch einen Cent dazupacken, um das Geld zu bekommen, da Google erst ab einem Mindestguthaben von 70 Euro überweist. Seinen Lebensunterhalt kann man so nur mit einigen Millionen Klicks im Monat finanzieren, davon bin ich momentan noch meilenweit entfernt. Darüber hinaus mache ich übrigens nur 50% meiner Einnahmen durch klassische Adsense-Werbung.

Die restlichen 50% kommen von diesen beiden Videos: Mikrofon- & Audiosetup sowie Rode NT1A an den PC anschließen. Das Equipment dort habe ich von Gronkh kopiert und mir später noch das Audio Interface gekauft, weil viele YouTuber es ebenfalls benutzt hatten und schließlich wird von Zuschauern dann mein Setup kopiert. In der Videobeschreibung verlinke ich auf Produkte der Amazon-Website. In dem Link ist der Tag “4fup” enthalten, und wenn der Zuschauer innerhalb eines Tages das Audio-Equipment kopiert, erhalte ich 7% des Kaufpreises. Kauft er dazu noch “Peepezys Frauen Urinal für unterwegs aus flexiblem Silikon”, bekomme ich 5%, bei einem Gaming-Headset sind es 3% der Einnahmen. Den Link zum Amazon-Partnerprogramm findet ihr in der Beschreibung, wenn ich angemeldet bin, kann ich auf die Produktseite gehen, oben auf die “Link erstellen”-Schaltfläche klicken und den Ref-Link dann kopieren.

Allgemein ist es extrem schwer, neutral zu bleiben, wenn man von dem Geld eines Unternehmen abhängig ist. Ich habe beispielsweise schon erlebt, wie ein Werbekunde damit gedroht hat, weniger Anzeigen bei einer Zeitung zu schalten und so kritische Berichterstattung verhindert hat. Obwohl ich für die Hardware-Videos kein Geld bekommen habe, ist es bereits dort schwer, absolut neutral zu bleiben, wenn man Geld für den Verkauf durch Links in der Beschreibung bekommt. Und da die Beschreibung meist von den Zuschauern konsequent ignoriert wird, wandert die Werbung direkt ins Video. Für Product Placements oder Werbevideos ist dabei zum einen natürlich wichtig, dass eine große Menge an Leuten erreicht wird, 100.000 Zuschauer kaufen nun mal einfach mehr als 5000 und deshalb gibt es für große Kanäle auch bessere Angebote. Grob kalkulieren kann man mit 20-80€ pro tausend Aufrufe, abhänig von folgenden Faktoren. Relevant ist grundsätzlich das Image. Mein Mikrofon und Mischpult habe ich damals von Gronkh kopiert, weil er ein wirklich positives Vorbild für mich gewesen ist.

Das kann aber auch nach hinten losgehen, z.B. bei einer App, die nur von YouTube-Kanälen vorgestellt wurde, die ich überhaupt nicht mochte, diese App hatte bei mir direkt ein negatives Image. Neben der generellen Qualität sehen die Werbekunden weder gerne zu viel Sex, noch Gewalt, Kraftausdrücke, Drogenverherrlichung und schreckliche Bilder wie Terror, weil das schlecht auf die Marke abfärbt. Auch die politische und religiöse Einstellung wird aus gutem Grund nicht zu sehr zum Thema gemacht, weil man sich damit ebenfalls schnell Antipathien einholen kann. Positive Beispiele für gut umgesetzte Werbevideos finden sich u.a. bei Concrafter und auch Veni hat es in diesem Video geschafft, kreativ mit der Werbung umzugehen und dementsprechend auch kein großes negatives Feedback erhalten.

Selbst die größten Trash-Spiele kann man unterhaltsam und kreativ in einem Werbevideo verpacken, wie es Nebelniek hier getan hat. Die Links zu den Videos sind in der Beschreibung. Es müssen aber gar nicht direkt Werbevideos sein, sondern einfach nur Produktplatzierungen. Bei Schlag den Raab erhält die Produktionsfirma beispielsweise Geld dafür, dass im Hintergrund Erdinger Alkoholfrei aufgestellt wird. Der Zuschauer fühlt sich von dieser Werbung quasi überhaupt nicht gestört, weil die Kanidaten höchstens mal kurz unkommentiert einen Schluck davon trinken, aber sonst nicht weiter für das Produkt geworben wird. Im Dschungelcamp erhalten die Teilnehmer bei der Schatzsuche Pickup-Riegel als Belohnung, allerdings meckern die Landesmedienanstalten dort bereits herum, weil die Kanidaten zu genüßlich erzählen, wie lecker doch der Riegel geschmeckt hat. Hätte Unge in diesem Video nur beiläufig gezeigt, dass sein Handy von LG ist und primär seine eigene App vorgestellt, wäre auch das eine klassische Produktplatzierung gewesen, da er jedoch aktiv auf die einzigartigen Funktionen des Handys eingeht und erwähnt, wie zufrieden er doch mit damit ist, muss klar der Hinweis “Werbung” eingeblendet sein, “unterstützt durch” ist zu schwammig.

Auch in diesem Video von Dner muss, während er die mobile Box vorstellt, die gesamte Zeit “Werbung” eingeblendet werden, “unterstützt durch” reicht auch dort nicht aus, weil er das Produkt aktiv lobt und wie im Teleshopping den superpraktischen USB-Anschluss vorstellt. Ihr findet weitere Beispiele für eindeutige Werbevideos in der Beschreibung. Projekte wie der YouTube-Kanal Crash Course, bei dem ein großes Team aufwändig gestaltete Videos zu Geschichte, Biologie, Chemie, Physik uvm. produziert, lassen sich jedoch nicht allein durch Werbung finanzieren. Der Kanal baut darüber hinaus auf monatlich knapp 30.000$ via Patreon.com, Videos erscheinen dort früher und es gibt exklusive Bonusinhalte. Zusätzlich gibt es eine große Auswahl an Merchendise, sodass der Zuschauer eben nicht nur einen Cent mit der Werbung bezahlt, sondern ein paar Euro. Viele YouTuber bringen ihre eigene Musik raus, verkaufen Bücher, Apps, Livetouren, das Mitspielen in Werbespots oder Kinofilmen und erhalten von den Hardcore-Fans Livestream-Spenden. Gomme hat passend zum Kanal-Thema Minecraft einen Minecraft-Server, Fotograf Benjamin Jaworskyj vertreibt Videokurse und Livecoachings zum Fotografieren, Bibi verkauft in der Kategorie Beauty eigenes Duschshampoo und HerrTutorial bringt seine eigene Modekollektion raus.

Gerade dadurch sieht man, dass bei einem YouTuber nicht nur einfach die Klicks relevant sind und schon gar nicht die bloße Zahl an Abonnenten, sondern das Geschäftsmodell um den Kanal herum. Als Unternehmer dürft ihr euch zudem auf spaßigen Kontakt mit dem Finanzamt freuen. Prinzipiell werdet ihr am Anfang einfach nach “Gewerbe anmelden” googeln müssen, ein unnötig kompliziertes Formular ausfüllen und 20 Euro bezahlen.

Danach bekommt unser fiktiver YouTube-Kanal 50.000 pro Jahr von Google überwiesen. Um Steuern zu sparen, vermindere ich den Gewinn auf 45.000 Euro, indem ich mir für 5.000 Euro Mehl für einen Mehlstaubexplosionsprank kaufe. Jetzt kassiert das Finanzamt 19% von den 45.000 Euro Gewinn, ist aber immer noch hungrig. Die ersten 24.500€ des Gewerbeertrags bleiben von der Gewerbesteuer als Freibetrag unangetastet, vom Rest holt sich das Finanzamt 16,275% das ist der Wert für Rostock. Die Gewerbesteuer variiert von Ort zu Ort. Das Unternehmen bezahlt mir als Geschäftsführer dann den Gewinn als Lohn aus. 8650€ werden vom Finanzamt nicht angetastet, der Rest wird beginnend mit 14% besteuert bei Spitzenverdienern geht das hoch bis zu 45% bezeichnet als Einkommenssteuer. Schließlich wird noch 14,6% für die Krankenversicherung, 18,7% für die Rentenversicherung und 2,35% für die Pflegeversicherung fällig, übrig bleibt das Netto-Gehalt. Macht ihr als Unternehmen weniger als 17.500€ Umsatz pro Jahr, fallen die 19% Umsatzsteuer für euch weg und generell ist das ganze System hier nur vereinfacht dargestellt.

Mehr Videos zum Thema findet ihr in der YouTube-Tutorial-Playlist, eine Benachrichtigung bei neuen Videos erhaltet ihr, wenn ihr den Kanal abonniert. Vielen Dank fürs Zuschauen. .

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