Fake-Influencer: Viel Geld verdienen…

Ich hab ja 200 Euro eingesetzt für Fake-Follower, Fake-Likes und den Bot und es waren jetzt ziemlich genau 2900 Euro nach vier Wochen, die mir angeboten wurden. Jetzt muss das nur noch scharf sein. Willst du noch ein paar stehende machen, wo du einfach wegguckst? Ja, top. Wo? Wieder da? Ich gucke einfach weg. Gucken kann ich. So, Frederik, du hast jetzt aktuell 640 Follower auf deinem Instagram-Account. Das sind alles Leute, die dich wirklich kennen, das ist dein echter Instagram-Account. Und diese 640 werden jetzt wahrscheinlich überrascht von dem, was jetzt passiert. Was ist jetzt dein Plan? Der Plan ist, dass die 640 jetzt relativ schnell ansteigen werden. Das sind jetzt meine normalen Freunde, das ist ja mein Account. Ich möchte ja Fake-Influencer werden, das heißt Fake-Follower kaufen, Fake-Likes kaufen, einen Bot kaufen, der für mich interagiert. Und ja, das ganze in einem Monat richtig krass hochtreiben, mit der Hoffnung, dass vielleicht am Ende ein paar Unternehmen anbeißen und mir eine Kooperation anbieten. Okay, das heißt, das Ziel wäre jetzt in den vier Wochen ganz viele Follower zu bekommen, alle deine Freunde zu verstören und gleichzeitig am Ende vielleicht sogar noch mehr Geld damit zu verdienen als du reininvestierst.

Das wäre der Plan. Circa 200 Euro peile ich an, darüber zu kommen wäre natürlich cool. Ich hoffe, ich vergraule nicht zu viele von meinen Freunden. Aber könnte passieren. Hello. Hi, Frederik. Ja super. Super! Ich hab gehört, wir treffen uns hier für ein paar Fotos. Ja, gerne. Ich weiß, du lässt dich ja vielleicht auch viel fotografieren. Aber ich dachte, du könntest mir… Aber ich kann auch fotografieren. Das muss man dann ja auch können. Wir machen mal zwei Motive. Einmal hier vor der Tür und einmal vielleicht mit der Bahn im Hintergrund, die so läuft. Ok. Ganz natürlich schauen. Verträumt anschauen ist perfekt. Ich glaube er ist ein geborenes Model auf jeden fall. Lass das mal ausprobieren, dass du den Schal und den Mantel weglässt.

Und stell dich unbedingt hier vorne hin, weil hier ist der Boden schöner als bei diesem Gulli. Okay, top. Das ist echt harte Arbeit hier. Hier wird gefroren für die Klicks. Du musst dich ja wohlfühlen. So auf ein Knie gehen… Ach quatsch. Guck verträumt zur Bahn. Da passiert gerade was ganz spannendes. Okay, lach mich ruhig an. Ja okay, ich lach dich an. Ganz, ganz tolle Fotos geworden. Das ist gut. Ja, jetzt muss es nur noch scharf sein. Willst du noch ein paar stehende machen, wo du einfach nur wegguckst.

Ja, top. Wo? Wieder da. Ja ja. Ich guck einfach weg. Gucken kann ich. Gib mir eine, ich spiegle dich. Okay. So. So, dann lache ich euch noch mal an. Das mit dem Lachen kann ich am besten, glaube ich. Ich hab ja mit Masha gesprochen – zwei Posts am Tag, viel non-sense, Essen, Kaffee, ich werd’ was zum Füttern finden. Wir werden das auf jeden Fall verfolgen. Meld dich auf jeden Fall mal zwischendrin wie es läuft, ob du schon ein erfolgreicher Influencer bist. Ich gebe gerne Updates, wie es läuft in meinem Influencer-Dasein –Fake-Influencer-Dasein. Sehr gerne! Dann viel Erfolg. Ja, einen Monat hast du Zeit. Wir sehen uns dann. Top. Ich geb’ alles. Ich glaube es wäre ziemlich naiv zu erwarten, dass alle mit fairen Mitteln spielen. In welcher Branche ist das schon so? Das Ding ist, natürlich Influencer sein auf Instagram ist jetzt auch kein langfristiges Konzept, manche springen auf den Zug auf und sagen: ich kauf mir ein paar Follower, mach das für ein Jahr, nehm’ mit was geht und dann bin ich wieder weg von der Oberfläche.

Also gibt’s irgendwelche Anzeichen auf Instagram, die verdeutlichen, ob jetzt jemand so wie du die Zielgruppe organisch aufgebaut hat oder ob jemand Follower gekauft hat? Wenn du halt siehst, okay von dem einen Tag auf den anderen hat diese Person plötzlich 10.000 Follower mehr. Dann kann man das natürlich damit begründen, dass du von Instagram gefeatured wurdest oder sonst was, aber wir alle in der Branche wissen, das stimmt einfach nicht. Vor einer Woche hat Frederik sein Experiment als Fake-Influencer und jetzt haben wir ein erstes Update von ihm, wie es in seiner neuen Karriere so läuft. So, gerade im Auto unterwegs.

Woche eins meines Instagram-Experiments: Follower gekauft, Likes gekauft, mein Bot arbeitet fleißig für mich. Was bedeutet, auf meinem Account ist unglaublich viel los. Ich bin offiziell, oder was heißt Insta-offiziell in Berlin, hip, sitze auf den Fotos auf Palletten rum, geh schick essen, eigentlich bin ich in Köln und es regnet. Ich kriege unglaublich viele Likes, hab ganz, ganz viele 1000 Follower jetzt auch schon, auch wenn sich das Glücksgefühl nicht so richtig einstellt, ich weiß ja, dass die meisten davon alle nicht echt sind. Aber ist trotzdem spannend zu sehen, ich bin sehr, sehr gespannt, wie es die nächsten Wochen weitergeht. Ich hab die 10.000 Follower im Blick. Wir treffen jetzt Phil Wennker, der ist Datenanalyst und Experte dafür uns sagen zu können, welche Instagramer Sachen faken und welche nicht.

Hey. Wir haben dir ja jetzt unsere Influencer, die wir gefunden haben, wo uns Dinge nicht ganz so sauber vorkamen geschickt und du hast sie dir mal angeguckt. Also hier geht’s jetzt um die Person, die immer so 500-600 Kommentare bekommt, wo auch viele dabei sind, die einfach aus „cool“, „nett“, „super geil“ bestehen. In dem Fall hatten wir halt sehr auffällig Ausreißer, das bei Postings, die vorher vielleicht unterdurchschnittlich perfomed haben, sehr wenig Kommentare gekriegt haben auf natürlichem Weg, weil vielleicht das Bild nicht so toll war oder der Inhalt nicht so super spannend, immer im Zeitraum von 6-7 Stunden Kommentare ganz massiv angestiegen sind. Das ist natürlich immer nur Wahrscheinlichkeit. Das ist nichts um den Influencer direkt zu verdammen, deshalb müssen wir uns diese Peaks angucken, gucken, was sind das für Kommentare. Und die bestanden in dem Fall tatsächlich aus „cool“, „cool shot“ und ganz vielen Smileys. Im weiteren Verlauf gucken wir dann natürlich auch, was sind das für Profile, die da kommentieren oder die da liken.

Das sind dann welche, die sehr auffällig sind, die selber keine oder sehr wenig Follower haben, aber tausenden von Profilen folgen und selber nie selber was geposted haben. Dann gab’s noch eine weitere Instagramerin, bei der gab es erst eine relativ normale Entwicklung der Likes, nachdem sie ein Bild geposted hat und dann schlagartig nach drei Minuten waren es auf einmal 2000 oder 3000 Likes und dann 5000 Likes und dann war es wieder relativ konstant. Da ist es auffällig, dass das ungefähr so Ende Mai 2017 angefangen hat. Wir können das über die historischen Daten sehen, bis dahin war alles normal und danach fing dann aber auch ein exponentielles Wachstum ihres Accounts an. Also sie ist von 20.000 auf 200.000 Follower gewachsen und keiner dieser 180.000 neuen Follower hat jemals gedacht: Ich schreib jetzt mal einen Kommentar.

Genau. Ohne irgendwas zu tun, heute in Woche zwei, das Angebot von einer spanischen Uhrenfirma. Die würden mir allen ernstes Uhren schicken, damit ich Fotos davon auf meinem Account poste. Ich hab erstmal geantwortet, ich überleg es mir, aber krass. Die Uhren habe ich schon gesehen, die sind ganz schön, kosten 100 Euro das Stück, das Business läuft an. Wir haben dir ja noch einen Account geschickt, von dem wir zu 100 Prozent wissen, dass er fake ist, nämlich der von Frederik, den er ja nur für den Test erstellt hat. Was ist denn dabei rausgekommen? Zum Zeitpunkt, als wir die Daten erhoben haben, hatte der Account glaube ich 23.000 Follower. Und auf den ersten Blick konnten wir davon 11.500 schon rausnehmen, weil das waren erstellte Accounts bei Instagram, wo aber selber überhaupt nichts drauf passiert ist. Da waren dann von einem indischen Supermarkt bis zu einer Schönheitschirurgie-Klinik aus Thailand so ziemlich alles mit dabei.

Was ist denn dein Gefühl, einfach so von der Branche, welcher Prozentsatz von Leuten hat so Fake-Follower auf seinem Profil? Alle?! Ne, also ich weiß es nicht. Ich glaube, ich habe das Gefühl, von dem was ich bisher gesehen habe, dass bei den großen Accounts kaum einer ist, wo alles sauber ist. So, Woche vier des Experiments und unschöne Überraschung zum Morgen: Lauter Nachrichten bei Instagram von meinen wirklichen Freunden und unter anderem: Du Asi, was soll denn der Scheiß? Was für eine Kack-Aktion! Und ich hab mich schon ein bisschen gewundert. Ich kann sagen: Der Moment ist erreicht, mein Bot hat die Kontrolle über mein Profil übernommen und hat – um mich besser darzustellen: viele Follower, wenig Leute denen ich follow – alle meine Freunde gelöscht. Und follow meinen ganzen Freunden nicht mehr. Das haben ein paar von denen mitgekriegt und finden das natürlich nicht so cool. Das heißt mein Instagram ist jetzt zwar voller Follower aber ohne Freunde. Das ist ziemlich bitter.

Hi! Hello. Na! Mister Fame. Mister Fake! Willkommen, willkommen. Wie liefs? Ja lief gut. War aber auch – muss ich gestehen – ganz schön anstrengend. Ich war froh, als es durch war. Aber es lief gut, sehr erfolgreich. Wie viele Follower hast du jetzt? Peak waren glaub ich 23.300 oder 23.400… Was heißt Peak? Sind schon wieder Leute entfolgt? Ja, in der Weihnachtszeit sind 200 weggegangen, aber 23.100 sind es jetzt gerade. Und sind irgendwelche Marken auf dich zugekommen und haben dir Geld angeboten? Da kamen 15 Kooperationszusagen, die ich dann natürlich dann nicht angenommen habe, aber 15 schriftliche Verträge mit „die und die Kohle wird auf den Tisch gelegt“. Wie viele hast du angeschrieben, um auf 15 zu kommen? Ich hab ca. 40 angeschrieben, es gab 20 Rückmeldungen. Vier, fünf haben gesagt „Ne, machen wir nicht“, eine hat gesagt, wir würden es gerne machen, aber du müsstest erklären, wie du in vier Wochen von 1000 auf 23.000 kamst. Und 15 haben einfach gesagt: Geldbeutel auf, hier hast du die Produkte, hier hast du die Kohle.

Und wie viel hättest du potenziell verdient? Also ich hab ja 200 Euro eingesetzt für Fake-Follower, Fake-Likes und den Bot und es waren jetzt ziemlich genau 2900 Euro, die nach vier Wochen angeboten wurden. Also du bist damit auf der sicheren Seite, weil du nichts angenommen hast. Aber ich hab tatsächlich mit einem Anwalt gesprochen und da kommen theoretisch auch wirklich rechtliche Konsequenzen auf einen zu. Die können das Geld zurückfordern, das gezahlt wurde und natürlich auch die ganzen Kosten, die für das Unternehmen entstehen, dann in Rechnung stellen. Das heißt da muss man dann eventuell auch noch draufzahlen. Du hast erzählt, dass du auch einen Bot benutzt hast. Was haben die gemacht? Ja der Bot war ziemlich krass. Der hat in meinem Namen unglaublich viele Leute angeschrieben und hat die kommentiert und geliked und gefollowed und das hat dann irgendwie auch echt dazu geführt, dass ich aufgewacht bin und dann haben mir 4-5 Mädels geschrieben und meinten so: „Ich hab mich so über deine Nachricht gefreut“ und ich dachte so: „What?!“, hab dann geguckt und ich hab dann hingeschrieben anscheinend: „Every morning after I wake up i watch your feed.

Its inspiring.“ Und danke, du machst so tolle Fotos. Und ich dachte immer so: Oh Gott, dir Armen. Ich hab dann immer nur kurz zurückgeschrieben „Hey, gerne“ und zwei Tage später hat der Bot ja dann entfollowed. Das war ein bisschen traurig. Ja, vielen Dank, dass du das für uns gemacht hast und das du deine ganzen echten Freunde geopfert hast. Traurig, aber ja. Sehr, sehr gerne. Perfekt, vielen, vielen Dank. Danke auch. Ciao. .

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